Dienstversammlung der Freiw. Feuerwehr Mainaschaff

 

Bei der Dienstversammlung der Freiw. Feuerwehr Mainaschaff konnte Kommandant Matthias Grimm am 23.01.2020 neben dem Dienstherrn Bürgermeister Horst Engler auch den stellv. Bürgermeister Michael Keller, den katholischen Pfarrer und Feuerwehrkameraden Georg Klar und den zuständigen Gebiets-Kreisbrandmeister Udo Schäffer begrüßen.

Den Dank der Gemeinde für die ständige Einsatzbereitschaft der Aktiven zum Wohle der Bevölkerung überbrachte Bürgermeister Engler. Er stellte fest, dass sich die Einsatzzahlen auf einem hohen Niveau befinden und die Einsatzkräfte dadurch enorm belastet werden. Zurzeit werde auch darüber nachgedacht das Ehrenamt, insbesondere die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr, für die Mitglieder attraktiver zu gestalten. Eine Erhöhung des gemeindlichen Budgets für die Institution Feuerwehr wird Thema der laufenden Haushaltsberatungen sein.

Pfarrer Georg Klar verwies in seiner kurzen Ansprach auf das gemeindliche Jahresmotto:

„Herzenssache Mainaschaff“

und stellte den Bezug zu dem nicht selbstverständlichen Dienst in der Feuerwehr her. Verbunden mit seinem Dank, überreichte er eine persönliche Spende für die Arbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Denn die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr.

Auch Kreisbrandmeister Schäffer bedankte sich für die geleistete Arbeit. Insbesondere bedankte er sich für Tätigkeiten der Mainaschaffer Wehr, die für den Landkreis erbracht werden, wie zum Beispiel die jährliche Ausrichtung des First-Responder-Lehrganges oder die Ausbildung am Schaumtrainer.

Kommandant Matthias Grimm verwies in seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 auf 189 (2018: 169) Einsätze die bewältigt werden mussten. Er stellte fest, dass die Anzahl der Brandeinsätze (2019: 36, 2018: 24) so hoch waren wie zuletzt im Jahr 2000 (38). Auch die Einsätze zur technischen Hilfe waren mit 102 erheblich höher wie im Vorjahr (2018: 74). Zu First-Responder-Einsätzen wurde die Wehr 2019 mit 46 Einsätzen zwar etwas weniger gerufen wie im Vorjahr (54). Vor dem Hintergrund, dass im Bereich der intergierten Leitstelle Bayerischer Untermain (Aschaffenburg) zwei weitere Stellplätze für Rettungswagen installiert wurden, stellte dies aber nicht die erhoffte Verbesserung dar. Besonders auffällig waren hier die Alarmierungen zu Kinder- und Säuglingsnotfällen.

Leider waren 2019 auch wieder 5 Fehlalarmierungen zu verzeichnen.

Bei den 189 Einsätzen wurden vier Personen gerettet, für sieben Personen kam leider jede Hilfe zu spät. Die Aktiven leisteten 2019 1449 Stunden reine Einsatzzeit!

Ungewöhnlich hoch war mit 25 die Anzahl der Einsätze in den Nachbargemeinden. Dies hat zwei Gründe:

Einmal das Unwetterereignis am 18. August 2019 im Bereich Alzenau / Kahl / Karlstein bei dem von der Feuerwehr Mainaschaff die Nacht hindurch alleine 13 Einsatzstellen abgearbeitet wurden.

Zum zweiten am 31. Juli der Brand im Feuerwehrgerätehaus der Nachbar-Feuerwehr in Kleinostheim, der die nachbarliche Unterstützung seit dem nötig werden ließ.

Matthias Grimm erinnerte auch an einige weitere herausragende Einsätze, die im vergangenen Jahr notwendig waren:

So zum Beispiel der Brand am 24. März , als im dicht bebauten Ortskern ein Anbau an ein Wohnhaus brannte;

der Großbrand am 11. Mai im Aschaffenburger Hafengebiet bei dem unter anderem die beiden Boote der Mainaschaffer Wehr gefordert waren.

Am 28. Juli waren nach einem Starkregenereignis um 1.00 Uhr zeitgleich zwei kritische Einsätze zu bewältigen:

In der Johann-Dahlem-Str. konnte sich die Besatzung eines Pkw´s nach der Überflutung der Straße nicht mehr selbst befreien und wurde mit Hilfe des Flachwasserbootes gerettet.

In einem Spielcasino wurde zeitgleich ein weiterer Notruf abgesetzt, nachdem die Türen wegen der enormen Wassermassen nicht mehr geöffnet werden konnten. Hier konnten die Einsatzkräfte 12 Personen über die Fenster ins Freie retten.

Er konnte aber auch auf zwei erfolgreich beendete Vermisstensuchen verweisen, bei denen die Personen rechtzeitig gefunden und dem Rettungsdienst übergeben werden konnten.

Diese Einsätze können nur richtig bewältigt werden, wenn die notwendigen Ausbildungen durchlaufen und durch viele Übungen der Ablauf gefestigt wurde.

So waren im Berichtsjahr auch einige größere Übungen im Jahresplan verzeichnet.

Der vorgeplante Landkreislöschzug 12 ( FF Mainaschaff und FF Stockstadt) konnte seine Zusammenarbeit im Atemschutzzentrum in Goldbach verfeinern.

Seit 10 Jahren üben die direkten Nachbarn Kleinostheim und Mainaschaff regelmäßig im Jahrestournus. 2019 wurde ein größerer Bahnunfall in Laufach, mit einer Vielzahl an Verletzten, angenommen und entsprechend beübt.

Für die Mainaschaffer Bevölkerung wird wohl die große Übung am Festplatz und auf dem Main in Erinnerung sein. Hier war eine Schiffshavarie angenommen und die Übung wurde auch von einem SAR (Search and Rescue; Suchen und retten) Hubschrauber der Bundeswehr unterstützt. Diese Übung wurde gemeinsam mit den Kameraden vom BRK, der Wasserwacht und der Bergwacht durchgeführt.

Diese Arbeit wird von 62 Einsatzkräften, 50 Männer und 12 Frauen, verrichtet. Dazu kommen noch sechs Mädchen und sechs Jungen in der Jugendfeuerwehr. Dies lässt die Anzahl der Kräfte auf 74 Aktive ansteigen. In der Kinderfeuerwehr genießen noch ein Mädchen und neun Jungen die spielerische Hinführung zur Feuerwehr.

Der Altersdurchschnitt liegt bei 36 Jahren.

Für diese Einsätze bildeten sich die Kräfte in verschiedensten Lehrgängen und Seminaren weiter:

Modulare Trupp Ausbildung: Kerstin Bauer, Kathrin Jörg, Julia Männche, Felix Schmitt, Noah Kunkel, Julian Dirnhofer, Max Halbig, Tobias Scheich, Niklas Wollenberg, Marius Wienand

Zugführer: Marian Bauer

Gerätewart: Benjamin Männche

Leiter Atemschutz: Benjamin Männche

Jugendfeuerwehrwart: Milena Wolf

Bootsführer: Christian Dorn

THL Seminar LKW und Busunfälle: Kaleb Kempf

Führerschein CE: Kaleb Kempf

First Responder: Julia Schade, Kerstin Bauer, Felix Schmitt

Bahnerden: Jan Schade, Kaleb Kempf

Atemschutzgeräteträger und CSA-Träger: Julian Dirnhofer, Noah Kunkel, Jan Schade,

Türöffnen: Jens Wolff, Daniela Wolff

UBI-Funk: Joachim Taupp

Der Arbeitskreis Fahrzeugbeschaffung konnte im abgelaufenen Jahr seine Arbeit positiv abschließen. Nach erfolgter europaweiter Ausschreibung konnten die Ersatzbeschaffungen HLF 20 und V-LKW von der Gemeinde in Auftrag gegeben werden. Es besteht die Hoffnung, dass als erstes Fahrzeug der V-LKW in etwa 12 Monaten in Waldbrunn abgeholt werden kann.

Zum Abschluss bedankte sich der Kommandant bei den Partnerinnen und Partner der Wehrleute. Ihre Mühen und ihr Verzicht wird in keiner Statistik erwähnt, niemals gezählt, geschweige denn gewürdigt. Sie sind oft die stillen Helden, wenn die Partner Hals über Kopf in das Gerätehaus zum Einsatz eilen und alle vorherigen Pläne zunichte gemacht werden.

Den Bericht der Jugendfeuerwehr überbrachte Jugendfeuerwehrwartin Milena Wolf. Sie konnte besonders die Teilnahme am Landkreiszeltlager in Hösbach und die 48-Stunden-Übung herausstellen. Auch der Adventsmarkt am Ankerplatz war wieder ein Erfolg für die Jugendlichen. Da nicht alle Menschen auf der Welt in so einer guten Lage sind, entschieden sich die Nachwuchsfeuerwehrleute ein Weihnachtstrucker-Paket zu packen um einer bedürftigen Familie eine Freude zu bereiten.

Da die Ausbilder der Kinderfeuerwehr, Melanie Perry und Jürgen Abt, verhindert waren, wurde ihr Bericht ebenfalls von Milena Wolf vorgetragen.

Nach der Bekanntgabe einiger Termine schloss Kommandant Matthias Grimm die Dienstversammlung mit dem Wahlspruch der Wehr:

„Einer für Alle – Alle für Einen“

Joachim Taupp

Sachgebiet „Öffentlichkeitsarbeit“

 

 

Nächste Termine

So 02.05.21 | 08:00 Uhr
Florianstag Stockstadt
Di 04.05.21 | 19:30 Uhr
First Responder
Do 06.05.21 | 19:30 Uhr
Schulungsabend

Intern

Unwetterwarnung für Kreis und Stadt Aschaffenburg :
Es ist zur Zeit keine Warnung aktiv.
Insgesamt sind 0 Warnung(en) aktiv. Weitere Informationen auf https://www.dwd.de
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 01:00 Uhr
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