„Übungsalarm für Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungsdienst:

Es wurde eine Verpuffung auf einem Boot bei Main km 82,8 Höhe Mainaschaff gemeldet!“

So begann am Samstagfrüh (14.09.2019) eine großangelegte Übung von Feuerwehr, Landrettungsdienst, Wasserrettungsdienst und Bergwacht mit Unterstützung durch die Bundeswehr.

Die übenden Teilnehmer wussten im Vorfeld über die Übung und ihren Verlauf nicht Bescheid. Es war lediglich bekannt, dass eine große Übung stattfindet und wer sich wann im Bereitstellungsraum / Feuerwehrgerätehaus einsatzbereit einfinden sollte.

Die ersteintreffenden Kräfte fanden zwei im Fahrwasser der Bundeswasserstrasse Main befindliche Wasserfahrzeuge vor. Ein größeres Boot und ein kleineres Fahrgastschiff. Vom Ufer aus konnte festgestellt werden, dass sich mehrere Personen auf den Booten und einige im Wasser befanden. Außerdem war bereits von Land aus eine Rauchentwicklung an Bord eines der Schiffe zu sehen.

Während die ersten Helfer mit Rettungs- und Mehrzweckbooten zu den Havaristen fuhren, sprangen noch weitere Personen von Bord. Insgesamt waren ca. 30 Personen verletzt oder betroffen.

Dies führte dazu, dass eine Erhöhung der Alarmstufe auf MANV (Massenanfall von Verletzten) ausgerufen werden musste. Somit kamen noch weitere Helfer auf beiden Seiten des Mains zum Einsatz. Auf sie wartete auch „jede Menge Arbeit“! So waren Verbrennungen, offene Frakturen, Schock, Schädel-Hirn-Traumata, Wirbelsäulenverletzungen und Unterkühlungen zu behandeln. Auf die Feuerwehr wartete mit einer eingeklemmten Person an Bord, die auch noch einen Fremdkörper im Bauch hatte, eine besondere Aufgabe. Da auch eine Person vermisst wurde, kamen auch Taucher der Wasserwacht zum Einsatz. Um die Einsatzfähigkeit zu steigern „requirierte“ der Einsatzleiter Feuerwehr auch zwei Sportboote des Wasserski-Clubs mit ihren Bootsführern und ließ damit Einsatzkräfte an Bord und gehfähige Betroffene ans Ufer verbringen.

Für zwei Personen gab es keine Möglichkeit der Rettung über das Wasser und so kam ein SAR-Hubschrauber (SAR: Search and Rescue - Suchen und Retten) der Bundeswehr zum Einsatz, der die Verletzten mit einer Winde relativ schonend aufwinschen konnte.

Die Schwierigkeiten dabei waren neben den Verletzungen die Tatsache, dass sich diese Personen nicht an Land, sondern im oder auf dem Wasser befanden. So mussten die notwendigen Gerätschaften zur Rettung, Behandlung und Brandbekämpfung erst einmal koordiniert mit Booten zur Einsatzstelle verbracht werden. Es waren Plätze am Ufer für die Verletzten- / Personenübergabe und für die Geräteaufnahme zu bestimmen und einzurichten und die ganzen vielfältigen Aufgaben waren natürlich unter den anwesenden Facheinheiten auch abzustimmen.

Gerade diese Abstimmungen sind an einer solchen Schadenslage das A und O, die zum Gelingen oder Scheitern des Einsatzes führen. Die einzelnen Fachdienste beherrschen ihre Aufgaben aber bei so vielen unterschiedlichen Einheiten und Einsatzkräften ist das Üben der Zusammenarbeit ein ganz wichtiger Punkt, der nicht so oft geübt werden kann. Die Vorbereitungen für so eine großangelegte Übung gehen über mehrere Monate und müssen soweit wie möglich im „Stillen“ erledigt werden, damit sich die Übung nicht bereits im Vorfeld herumspricht und somit der Ausbildungswert gefährdet wird.

Für die Vorbereitung waren im Wesentlichen verantwortlich:

Sven Oster und Simon Aschenbrenner (für den Landrettungsdienst),

Jochen Krebs (für die Wasserrettung),

Michael Suskiewicz (für die Bergwacht und damit Koordination SAR-Hubschrauber) und

Christoph Schöffel und Joachim Taupp (für die Feuerwehr).

Vor dem Hintergrund, dass in der Saison täglich mehrere Flusskreuzfahrtschiffe, mit bis über 200 Personen an Bord, auf dem Main unterwegs sind, sind solche Übungen mehr wie notwendig. Bei dieser Übung war ja noch „alles überschaubar“: „Nur“ 30 Betroffene, schönes Wetter, gute Sicht, gute Verfügbarkeit der Einsatzkräfte, da es Wochenende war.

Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass diese Einsatzkräfte fast ausschließlich im Ehrenamt tätig sind und zum Wohle der Allgemeinheit ihren Dienst 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr unentgeltlich in ihrer Freizeit verrichten.

Zum Abschluss fanden sich dann alle im Mainaschaffer Feuerwehrhaus zu einem Vesper und der Abschlussbesprechung ein, bevor jede Einheit sich wieder auf den Weg zu ihrer Unterkunft machte. Bereit für den nächsten Einsatz, der bestimmt wieder, früher oder später“ kommen wird.

 

Nächste Termine

Do 14.11.19 | 19:30 Uhr
Übung
So 17.11.19 | 09:15 Uhr
Volkstrauertag
Do 21.11.19 | 19:30 Uhr
Fachausbildung

Intern


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Unwetterwarnung für Kreis und Stadt Aschaffenburg :
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 01/01/1970 - 01:00 Uhr