Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Mainaschaff

 

Die Freiwillige Feuerwehr Mainaschaff wurde im Jahre 1865 gegründet. Dafür gibt es im

Archiv der Gemeinde Mainaschaff mehrere Belege.

 

Wir sehen die Verabschiedung der „speziellen Feuerlöschordnung“ am 28.Mai 1865 als

die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Mainaschaff an, auch wenn noch keine

eigene Satzung vorlag.

 

Die damalige Feuerwehr wies über 60 Ortseinwohner zu den Dienstverrichtungen an.

Am 30. Oktober 1865 beschloss der Gemeinderat Mainaschaff bei der Löschmaschinenfabrik J. M. Metzner in Würzburg eine Feuerlöschmaschine zum Preis von 637 fl (fl = Gulden) anzuschaffen. Diese Maschine lieferte pro Minute 300 Maß Wasser. Ordnungsgemäß wurde damals auch ein entsprechender Zuschuss bei der Münchener – Aachener – Feuerversicherungsgesellschaft beantragt.

Am 1. Februar 1866 wurden die Arbeiten für ein Gemeinde- und Spritzenhaus für 1506 fl 40 kr vergeben und trotz des Bruderkrieges, in den auch der Ort einbezogen war, zügig fertiggestellt. Standort des 1866 erbauten Spritzenhauses war der heutige Ankerplatz.

Am 30. August 1869 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Mainaschaff eine solide fahrbare Metznersche

Feuerspritze. Diese wurde mit zwei Pferden am Bahnhof in Aschaffenburg abgeholt. Sie kostete 629 fl (das entsprach einem Wert von 1.080,-- M).

Im Jahre 1885 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Mainaschaff eine fahrbare 2 – teilige mechanische Holzleiter mit einer Steighöhe von 12 m. Diese wurde zur 1000 – Jahr – Feier der Gemeinde Mainaschaff im Jahre 1980 restauriert.

Am 29 Juni und 08. August 1897 wurde beschlossen, eine neue Feuerspritze aus der Fabrik von J. H. Braun in Nürnberg, Größe Nr. 2, zum Preis von 1.225,-- M zu beziehen. Diese ist heute noch vorhanden und steht im Foyer des Feuerwehrgerätehauses.

Jetzt kam die Zeit, wo das Gemeinde- und Spritzenhaus (Rat- und Feuerwehrhaus) zu klein wurde. Der Ort hatte sich vergrößert, die Einwohnerzahl war von ca. 950 im Jahre 1865 auf ca. 2300 im Jahre 1938 angestiegen unddamit auch die Bedürfnisse des Feuerschutzes. Mit dem Rathaus ist man etwa  1936 in die Schulstraße 4 umgezogen (Altes Schulhaus). Die Feuerwehr blieb im alten Spritzenhaus und in verschiedenen anderen Anwesen.

 

1942 kaufte die Gemeinde bei der Firma Metz in Karlsruhe ein leichtes Löschgruppenfahrzeug (LLG/LF 8) aufgebaut auf einem Daimler-Benz – Fahrgestell. Die Kosten des Fahrzeuges beliefen sich auf RM 11.207,95. Damit war die Feuerwehr erstmals motorisiert. Leider konnte man dieses nicht im alten Spritzenhaus unterbringen und musste die Scheune im Anwesen Hillerich (heute Kosche – Ankerplatz 7) anmieten. Das Fahrzeug war wegen der Verwendung im Luftschutz grün. Es hatte keine fest eingebaute Pumpe. Infolge der Zunahme der Luftangriffe und der damit verbundenen Brände, wurde die Wehr auch zu Einsätzen nach Aschaffenburg, Kleinostheim, Mannheim und Stockstadt verpflichtet. In den Kriegsjahren von 1939 – 1945 mussten die Feuerwehrkameraden noch über 1000 Stunden für Polizeistreifen wegen Verdunkelung und Fliegergefahr opfern. Nach dem Kriege musste die Wehr wieder neu aufgebaut werden. Am Anfang waren es 20 Mann, die den Mut fanden, mit wenigen Mitteln die Feuerwehr wieder aufzubauen. Trotz des Unlust und Uniformmüdigkeit gelang es, die Wehr bis zum Jahre 1947 auf 30 Mann zu erhöhen. An Geräten waren vorhanden: 1 LLG-Leichtes-Löschgruppenfahrzeug, 1 Motorspritze TS 8, 1 fahrbare Leiter, 1 Saug- und Druckspritze aus dem Jahre 1897, Kleingeräte und Schlauchmaterial.

 

1948 begann wieder der regelmäßige Dienst nach der neuen Feuerwehrvorschrift.

 

1950 übergab die Gemeinde der Feuerwehr eine neue Motorspritze von der Firma Klöckner-Humboldt-Deutz.

Nächste Termine

Do 20.12.18 | 19:30 Uhr
Themenübung
Di 08.01.19 | 19:30 Uhr
First Responder

Intern

Unwetterwarnung für Kreis und Stadt Aschaffenburg :
Insgesamt sind 4 Warnung(en) aktiv. Weitere Informationen auf https://www.dwd.de
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 17/12/2018 - 05:34 Uhr